"Zwei und Diesselbe"
- Mary E. Pearson -
WIE VIEL VON MIR BIN ICH???
In diesem Buch geht es um Jenna, die durch einen schweren Autounfall alles vergessen und verlernt hat. Zum Auffrischen ihres Gedächtnis guckt sie sich alte Videos aus ihrem Leben an, während sie wieder lernt zu essen und zu laufen. Irgendwann darf sie nach Hause... ihr fallen viele Dinge auf, trotz großer Gedächtnislücken -> Sie sind umgezogen - warum? Ihre Oma scheint sie zu hassen und einige körperliche Einzelheiten öffnen ihr die Augen: Ihre Körpergröße hat sich um einige Zentimeter verändert, immer wenn ihre Eltern ihr etwas sagen, tut sie es auch und komische Erinnerungsfetzen verfolgen sie. Dann geht sie wieder zu Schule und lernt dort einige Gleichaltrige kennen...
Irgendwann erfährt Jenna dann, dass nurnoch 10 Prozent ihres Gehirns existieren. Eigentlich wäre sie nach diesem Unfall gestorben, ...wie ihre 2 Freunde, die mit im Auto saßen. Aber ihre Eltern konnten ihr "Wunderkind" nicht aufgeben und da ihr Vater ein ausgetüfftelter Professor ist, hat er seine Methode bei ihr angewandt. Ihre Erinnerungen wurden wie Daten auf einem PC gespeichert, es existieren sogar Sicherheitskopien und ihre Haut wurde Stück für Stück nachgezüchtet. Es war verboten, denn mit dieser Methode durfte man nur eine bestimmte Prozentanzahl des Körpers wiederherstellen, Jennas Wiederherstellungsfläche betrug aber über 90%. Und ihre Oma hasst sie gar nicht, worauf man das ganze Buch gehofft hatte, denn wer will schon von der Oma gehasst werden?! Niemand! Nein, sie fand es einfach scheußlich, sich so gegen die Natur zu stellen... berechtigt finde ich! Denn nun kommt bei Jenna die stechende Frage auf - Bin ich noch ein Mensch? Reichen diese 10Prozent Gehirn um menschlich zu sein? Bin ich noch ich? Im Laufe des Buches wird sie immer wütender auf ihre Eltern: Sie verheimlichen ihr alles, haben Sicherheitskopien (von den Gehirndaten von Jenna und ihren Freunden) in einem geheimen Zimmer und haben es so "programmiert", dass sie immer darauf hört was ihre Eltern sagen, damit sie niemals in schwierige Situationen kommen. Jenna tritt in einen schweren Konflikt mit sich selber, sie weiß nicht was oder wer sie ist... schließlich besteht ihr Muskel- und Fettgewebe aus einer ekligen grünen Glibbermasse und ihre Beinen, bzw. ihr gesamter Körper fühlen sich komisch an.. Diese ethnische Frage um das Menschensein und das künstlich Widerherstellen steht im Mittelpunkt des Buches, wenn auch leicht im Hintergrund.
Das Buch regt zum Nachdenken an und auch wenn es in der Zukunft spielt, finde ich die Idee ganz und gar nicht abwegig, denn wer weiß wie lange es dauert bis es soetwas wirklich gibt?!
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