Sonntag, 13. November 2011

☼ Die Höhle der vergessenen Träume ☼

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Die Höhle der vergessenen Träume - Film in 3D
Ihr habt's erraten. Ich war heute wiedermal im Kino. Und zwar in einem Dokumentarfilm, der nur kurze Zeit laufen soll. Sogar in 3D - ein Genuss für die Sinne, wie ich finde :-).
Es geht um eine relativ neuentdeckte Höhle - die Chauvet-Höhle. Sie liegt im Süden Frankreichs, in der Ardeche. Ihr Eingang wurde vor vielen Jahren zugeschüttet und erst vor einigen Jahren konnten Forscher durch enge Ritzen wieder in ihr Inneres gelangen. Dort verschlug es ihnen regelrecht die Sprache... denn in der Höhle gibt es die bislang ältesten Höhlenmalerein. Sie zeigen Höhlenbären und -löwen, Bisons, Mammuts, Pferde, Nashörner und sogar Handabdrücke, Knochen und Fußspuren von verschiedenen Tieren, bzw. auch prähistorischen Menschen. Ein neuer erstaunlicher Fund für die Wissenschaft.
Es herrscht ein spezielles Klima in der großen, ca. 400 Meter langen, Höhle. Sie beinhaltet mehrere Kammern, in denen es Verschiedenes zu entdecken gibt. Überall glitztert es und es gibt viele Stalaktiten und Stalagmiten.
Nun darf zum ersten Mal in dieser Höhle gefilmt werden. Ein, ich denke, österreichisches Kamerateam klettert mit vier oder fünf Wissenschaftlern in die Höhle. Da sie nur ca. eine Stunde beim ersten Besuch haben, konnte es nicht verhindert werden, dass das Kamerateam häufig mit auf den Videos war. Schließlich mussten immer mind. 2 Leute die Malereien mit Lampen anstrahlen.
Der Film an sich ging, anfangs wackelte die Kamera durch eine schlechte Handführung oft, was ich als sehr störend empfand. Doch die Aufnahmen der Höhle und der Malereien waren faszinierend. Die Musik, die eingespielt wurde, fand ich immer sehr passend. Auch der Off-Kommentar war gut dosiert und informativ. Der Film war nicht zu lang und wurde auch nicht langweilig, denn nach langen "Bild-Passagen" kamen häufig Interviews mit den Forschern. Auch wurde einiges über die Umgebung an sich gesagt und es wurde viel gemutmaßt über die Menschen der damaligen Zeit. Es heißt, sie lebten sehr spirituell - sie glaubten Mensch und Tier könnten sich in ein Wesen vereinen. Man stellte sich vor wie die prähistorischen Menschen damals mit ihren Höhlenmalerein spielten. Wie sie die Fackeln schwenkten und durch das Lichtspiel ihre Figuren zum Leben erweckten.
Interessant war, dass manche Zeichnungen wie Zeichentrickfilme aufgebaut waren. Zum Beispiel wurden die Konturen eines Nashorns mehrere Male nachgezogen mit einem geringen Abstand, sodass es aussah, als ob es sich bewege. Oder ein Bison erhielt statt vier gleich acht Beine, sodass man dachte, er laufe davon und die Beine bewegten sich. Die Bildern gaben bestimmte Szenen wieder... spektakulär!
Außerdem gab es weiter Fundstücke, z.B. Feuersteine, Knochen und Schädel von Höhlenbären und Fußabdrücke. Jeder Millimeter der Höhle wurde durch kleine Laser aufgenommen und gespeichert. Mit neuester Technologie erkunden die Wissenschaftler die Höhle, sehen sich jedes Detail an. Sie schlussfolgern wann was gemalt wurde, welche Bärenkratzspur an der Wand von wann stammt. Was sich wie überlagerte und wie die Knochen auf verschiedenen Wegen in die Höhle gelangten. Und natürlich wie sich die Menschen damals verhielten. Damals - das ist über 30.000 Jahre her! Eine unvorstellbare Zeit mit unvorstellbaren Denkweisen und unvorstellbaren präsizen Kunstwerken an den Wänden dieser Höhle. Diese Kunstwerke, die mit der Bewegung der Wand mitgehen und detailhaft wie nie zuvor die Merkmale der Tiere wiedergeben.

Ein wirklich interessanter Film ;).



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