Sonntag, 4. November 2012

Ascheherz

Ascheherz

• Titel:  Ascheherz
• Autor:  Nina Blazon
• Verlag: cbt

• Zitat: ""Zorya", wiederholte sie. Das Wort schmeckte nach Heimat und nach einer längst vergessenen Zeit voller Geborgenheit." (S.272)

• Inhalt:
Summer weiß nicht wer sie wirklich ist, denn sie hat alles vergessen als sie vor einiger Zeit in den Trümmern eines Hauses gefunden wurde.
Doch schließlich erfährt sie, dass sie eigentlich eine Zorya, eine Todesbotin, ist. Vor mehr als zweihundert Jahren wurde sie jedoch verführt. Ein Mann überzeugte sie davon, ihm nicht den Todeskuss zu geben. Doch niemand wusste, dass dieser Mann nach der Macht über Leben und Tod strebte. Summer kann ihre Wurzeln nur schwer akzeptieren, viel mehr fühlt sie sich zu den Menschen hingezogen. Und schließlich gibt es auch noch einen Mann, an den sie sich immer wieder erinnert...

• Meinung:
Ascheherz beinhaltet eine wundervolle Idee, die auf "Faunblut" aufbaut. Es gibt jedoch nur einzelne Nebenfiguren, die erneut auftauchen. Die Geschichte an sich mochte ich und hat auch zu der Welt und den Umständen gepasst. Sie war nicht übertrieben oder unpassend.
Zu allererst habe ich einige Fehler in der Rechtschreibung oder Zeichensetzung entdeckt, was mich schon störte. Der Schreibstil war ansonsten sehr gut, obwohl es manchmal sehr viele eingebaute Nebensätze gab.
Leider gestaltete sich der Anfang des Romans als eher langweilig und schleppend. Es passierte noch nicht so viel und die Spannung fehlte. Nach und nach konnte ich mich jedoch in die Geschichte von Summer vertiefen und desto mehr Charaktere auftauchten, umso mehr packte es mich.
Summer wirkte auf mich einerseits oft sehr entschlossen, aber oft auch unsicher. Sie schwebte immer wieder zwischen verschiedenen Charakteren - einer starken, wilden Summer, einer stolzen, aufbrausenden Summer, die der Zorya glich, die sie ja eigentlich wirklich war. Dennoch konnte ich manche ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Jägerin Moira wieder auftauchte und Summer auch tatkräftig unterstützte. Ihr Charakter ist einfach heldenhaft, sie erscheint sehr weise. Auch die anderen Figuren von Summers Freunden und den im Buch vorkommenden Männern waren gut beschrieben.
Es gab viele neue Wendungen und Erkenntnisse im Roman, aber im Hintergrund schien es immer eine Basis zu geben: Summer und ihre Erinnerungen, die nach und nach wiederkehrten. Hier fand ich auch wieder gut, dass Summer nicht als die mutige Göttin, die die Gesamtheit der Zorya und Menschen rettete, dargestellt wurde.
Der Titel passt dieses Mal etwas besser, als zuvor bei "Faunblut" und auch das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Das Ende hat mir wieder sehr gefallen und ist mir auch sehr nahe gegangen.


• Bewertung nach Punkten:
45 / 50 - Inhalt
23 / 30 - Schreibstil
15 / 20 - Charaktere
=> 83 / 100 Punkten

• Fazit:                          Ein Buch mit Steigerung.

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