Mittwoch, 24. April 2013
Die Menschenleserin
• Titel: Die Menschenleserin
• Autor: Jeffery Deaver
• Verlag: blanvalet
• Zitat: ""Er hat gesagt, kein Polizist sei jemals so sehr in seinen Verstand vorgedrungen wie Sie. [...]" Bedrohungen müssen ausgeschalten werden." (S.529)
• Inhalt:
Kathryn Dance ist eine Kinesikexpertin und weiß wie man Leute am besten verhört. Sie kann mühelos Lügen enttarnen und prägt sich die Verhaltensweisen ihres Gegenübers schnell ein. In einem Verhör sitzt sie Daniel Pell gegenüber, der vor acht Jahren eine ganze Familie erstochen hat und nun anscheind ein weiteres Verbrechen kurz vor seiner Verhaftung damals begangen hat. Dance will ein Geständnis. Pell jedoch hat das alles geplant - es gelingt ihm die Flucht aus dem weniger bewachten Verhörraum.
Es beginnt eine nervenaufreibende Hetzjagd, bei denen die Ermittler Daniel Pell immer auf den Fersen bleiben, doch er ist ein Meister der Manipulation und Täuschung. Wird es Kathryn gelingen ihn zu fassen?
• Meinung:
Ein atemberaubendes und gut geschriebenes Buch, dem ich mich fast nicht mehr entreißen konnte.
Kathryn Dance steht als Mutter und brillantes Köpfchen an der Spitze des Romans und wurde, wie alle anderen Charaktere, sehr gut beschrieben. Schon am Anfang war es spannend "mit" Dance im Verhörraum zu sitzen und den Kriminellen zu analysieren. Ich habe viel über Lügen und Lügentypen erfahren, es kam auch alle sehr authentisch herüber.
Nach Pells Flucht ging es dann erst richtig los. Mit geschickten Wiederholungen, einprägsamen Phrasen und den tollen Hauptermittlern entstand ein roter Faden immer wieder durchbrochen durch Passagen aus Pells Sicht. Der Spannungsverlauf war sehr gut und packend. Die Ermittlungen waren super beschrieben und ließen mich nicht mehr los - was hatter er vor?
Kathryn Dance vermittelte raffinierte Tatsachen über die Kinesik und es kamen viele gute Dialoge vor. Auch Pells Sicht wurde eingehend beschrieben, wie er vorgeht. Ich fand es gab ein wenig zu viele (vor allem beschriebene) Morde, weil Pell schon ziemlich krankhaft war.
Am Anfang noch sehr hilfreich, später aber nervig, fand ich die kleinen Nebensätze zur Funktion der jeweiligen Figur. "Overby, der Chef des CBI" ah, der war das. Später dachte ich mir dann aber nur - ich weiß wer das ist!
Alles in allem aber ein spannendes und herausragendes Buch!
• Bewertung nach Punkten:
46 / 50 - Inhalt
30 / 30 - Schreibstil
20 / 20 - Charaktere
=> 96 / 100 Punkten
• Fazit: Wer packende Thriller mit Sinn liebt und den Schrecken aushält, sollte es lesen!
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